Technologie

Das Streckblasverfahren wird zur Herstellung von PET-Flaschen eingesetzt. Im Streckblasprozess werden Hohlkörper (sog. Preforms) hergestellt, die in Umfangs- und Längsrichtung verstreckt werden. Diese Verfahrensweise basiert auf der biaxialen (in zwei Richtungen) Ausrichtung der Makromoleküle im Kunststoff. Das Kennzeichen der im Streckblasprozess hergestellten Hohlkörper ist ein am Behälterboden erkennbarer Angusspunkt im Gegensatz zu den bei extrudierten Behältern sichtbaren Quetschnähten.

Das Streckblasverfahren unterscheidet sich in 1-stufige und 2-stufige Verfahren. Im 1-stufigen Verfahren wird der Preform innerhalb derselben Maschine aufgeblasen. Dadurch können komplexere Geometrien und eine höhere Oberflächenqualität erzeugt werden.

Das 2-stufige Verfahren wird üblicherweise in der Massenherstellung (z. B. für Getränkeflaschen) verwendet. Der Preform wird auf separaten Spritzgussmaschinen gefertigt und in einem weiteren Schritt in der Blasmaschine auf ca. 100°C erhitzt, gestreckt und aufgeblasen. Dadurch können deutlich kürzere Zykluszeiten und somit höhere Ausbringungsmengen erzielt werden.

Wir haben uns für das 2-stufige Verfahren entschieden, arbeiten jedoch mit kleinen, flexiblen Linearmaschinen. Somit kombinieren wir schnelle Zykluszeiten und hohe Ausbringungsmengen mit kleinen Chargen und kundenorientierter Fertigung.